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Ohrada und Umgebung

Standort: Park mit Blick auf die Ecke der Straßen Želivského (Želivský-Straße) und Koněvova (Konew-Straße)

Die Kreuzung Ohrada gehört zweifelsohne zu den kompliziertesten Verkehrsknoten auf dem Gebiet des Stadtteils Prag 3. Hier kreuzen sich die betriebsamen, stark frequentierten Straßen Koněvova, Jana Želivského und Pod Krejcárkem. Seit dem Jahre 1910 führt hier durch die Straße Koněvova eine Straßenbahnstrecke, derzeit nur noch von der Kreuzung in Richtung Jarov, die hierzu lotrecht verlaufende Strecke in der Želivský-Straße (ulice Jana Želivského) wurde im Jahre 1937 in Betrieb genommen. Die neue, nach Libeň (Lieben) führende Straßenbahnstrecke wurde in den Jahren 1988-1990 errichtet. Die Bezeichnung der Kreuzung erinnert an das gleichnamige, nicht mehr existierende Weinbaugehöft aus der Zeit der Wende des 14. und 15. Jahrhunderts, welches beinahe in der Mitte der heutigen Straße Koněvova ulice im westlichen Teil der Kreuzung, unweit der Straßen Zelenky Hajského und Kališnická, stand. Drei kleinere Bauwerke, die vom Gehöft verblieben waren, behinderten den Betrieb und wurden in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen. Neben der Kreuzung erinnern an das Gehöft die Straßennamen Na Ohradě und Nad Ohradou.  Vom Standort Ohrada aus gelangt man am bequemsten auf den Veitsberg (Vítkov), da es in diesem seinem Teil ein dichtes Netz von Spazierpfaden gibt. Den strategisch vorteilhaften Zugang wusste auch das Heer der Kreuzzügler für den Angriff auf die hussitische Verteidigungsfeste auf dem Gipfel des Veitbergs (Vítkov) während der berühmten Schlacht im Juli 1420 zu nutzen.  Die Kammlinie des Veitberges (Vítkov) geht hier allmählich in die nordöstliche Richtung über, wo sich die für eine Innenstadt ungewöhnliche Gartenkolonie Na Krejcárku befindet, die als Fortsetzerin der berühmten gleichnamigen Arbeiterkolonie erachtet werden kann.  

Die erste Straße links, die von der Koněvova in Richtung Zentrum abbiegt, heißt Jan-Zelenka-Hajský-Straße (ulice Zelenky-Hajského) und erinnert an einen der tapferen Žižkover Bürger, die ihr Leben im Kampf gegen das Naziregime gaben. Die Familie des Jan Zelenka-Hajský, die in der unweit gelegenen Straße Biskupcova ulice 1837/4 lebte, gewährte im Jahre 1941/42 den Fallschirmspringern im Rahmen der Operation ANTHROPOID Unterkunft und Hilfe. Gemeinsam mit weiteren Bewohnern des Hauses, der Familie  Rút, ermöglichte sie die Vorbereitung des Attentats auf den Stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich, im Mai 1942. Ihren Heldenmut bezahlten beide Familien mit dem Leben. Im Mai 1945 entstanden in der Nähe der Kreuzung zahlreiche Barrikaden, deren heldenhaften Verteidiger infolge der Blockade der Kreuzung das Vorrücken der Wehrmachts- und SS-Einheiten in das Zentrum der Stadt vereitelten. 

Die an den Park anliegende Straße Na Ohradě erlangte ihre architektonische Gestalt nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Architekten František Stalmach und Hanuš Svoboda zwei Zeilen von Dreifachhäusern für die Genossenschaft Lidový demokrat (Volksdemokrat) mit einheitlich gestalteten Fassaden in funktionalistischem Stil entwarfen. Später wurde dieses Prinzip auch durch weitere Planer in der anknüpfenden Baurealisierung in östlicher Richtung nahe der Straße Koněvova wiederholt. Die Südseite der Kreuzung wird durch die Ecke des in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts durch den Baumeister Václav Drnec errichteten, funktionalistischen Gebäudes charakterisiert. Entlang der Magistrale Koněvova entstand in der Nähe der Kreuzung Ohrada eine gewisse, traditionell geprägte Bebauung, die an den Großstadtcharakter der Häuser des fortschreitenden Boulevards mit kommerziellen Einrichtungen im Parterre anbindet. 

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