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An der Grenze des Prager Stadtteils Žižkov (deutsch: Zischkaberg, Žižkow, Zizkow)

Standort: Husitská ulice (Hussitenstraße), Rasenfläche an der Abbiegung zum Armeemuseum

Eine der zentralen Magistralen von Žižkov, deren Geschichte bis in das Mittelalter zurückreicht, ist die heutige Straße Husitská (= Hussitenstraße, ursprünglich Vídeňská = Wiener Straße), der einstige Fernverbindungsweg, der Prag mit Český Brod (Böhmisch Brod) verband. Im Westen öffnet sie sich zur Prager Neustadt (Nové Město) und zum Prager Stadtteil Karlín (Karolinenthal), in Richtung Osten steigt sie an und mündet in den Tachauer Platz (Tachovské náměstí). Die hiesige Bebauung gehört zur ältesten in Žižkov, und zwar an dem am niedrigsten gelegenen Standort von ganz Prag 3, am Fuße des Hügels Vítkov (Veitsberg, hier 262 m ü. M.) mit einem mehr als 1,5 km langen Kamm und steilen Hängen, die von Norden aus Žižkov von Karlín und Libeň (Lieben) trennen. Auf der gegenüberliegenden, südlichen Seite der Straße nehmen die Häuser durch den heute aufgrund der Bebauung mit Mietshäusern verborgenen, unauffälligen sog. Kleinen Veitsberg (malý Vítkov) einen ansteigenden Verlauf, der sich steiler bis zu den Weinbergen (Vinohrady), auf das gleiche Höhenniveau wie der Vítkov (Veitsberg), fortsetzt. Die Bebauung in einem derart komplizierten Gelände schafft die einzigartige Atmosphäre des sog. „alten“ oder auch „unteren“ Žižkov. Die Vielfalt der Mietshäuser aus der Zeit der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts mit einer romantischen, stufenförmig angeordneten Dachlandschaft wird durch die dekorativen, historisierenden Fassaden der Häuser im Kontrast zu den einzelnstehenden Gebäuden der Moderne der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts hervorgehoben.   

Von der Husitská (Hussitenstraße) gelangt man bergauf zum Armeemuseum mit dem Militärgeschichtlichen Institut und weiter zum Gipfel des Veitbergs, zur Nationalen Gedenkstätte.  In der Straße selbst befinden sich mehrere, bemerkenswerte Bauwerke. Ein Blick durch die Straße in Richtung Osten macht auf die Brücke Vysoká Hrabovka aufmerksam, die ein Relikt der Veitsberg-Bahnstrecke (k.k. privilegierte Turnau-Kralup-Prager Eisenbahn) ist, wobei hier entlang heute der beliebte Radwanderweg auf den Vítkov führt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das bedeutende, öffentliche Gebäude des Städtischen Bades Husitská Nr. 7, errichtet auf Kosten der Stadt Žižkov nach einem Projekt des Stadt-Oberingenieurs Jindřich Motejl. Für die Öffentlichkeit öffnete das Bad im Oktober 1903 seine Pforten, es bot ein großes Schwimmbecken für 60 Personen, zwei kleinere Becken sowie die Kabinen des Dampfbades und zugleich ein Wannenbad an. Die Räumlichkeiten waren mit elektrischer Beleuchtung, einer Filter - und Lüftungsanlage ausgestattet. Dieses, für die damalige Zeit modernste und größte Bad in Prag und Umgebung erhielt auch äußerst prestigeträchtige Auszeichnungen, u.a. die Medaille d`Or (Goldmedaille) auf der Bäderausstellung im belgischen Kurort Spa.
An die reiche und bewegte Geschichte der heute größtenteils nicht mehr existierenden Žižkover Besitzungen erinnern an der südlichen Einmündung der Straße ein Torso des einstigen klassizistischen Weinbaugehöfts Miranka, das im Jahre 1830 errichtet wurde, und ein freistehendes, eingeschossiges Gebäude am Nordhang (Trocnovská 1/2), welches ursprünglich Bestandteil des Barockgehöfts Hrabovka war.  
 

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