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Hurra, auf ins Stadion Viktoria!

Standort: vor dem Stadion des FC Viktoria Žižkov, Park

In Žižkov hielt der Fußball im Jahre 1897 seinen Einzug. Die ersten Gruppen und Abteilungen wurden hier zum Ende des Jahres 1900 organisiert. Damals entstand der erste Club mit der Bezeichnung Viktoria, der jedoch unmittelbar darauf wieder aufgelöst wurde. Eine Gruppe gleichen Namens wurde im Jahre 1903 durch die Mitglieder der Tschechischen Sokol-Gemeinde (Turnverein) Karel Pittl, Josef Friedl und Rudolf Bus ins Leben gerufen. Jenes Jahr kann auch als Beginn eines der ältesten tschechischen Fußballclubs erachtet werden. Die erste Mannschaft rekrutierte sich überwiegend aus Studenten der Žižkover Schulen. Zu den bekanntesten Spielern jener Zeit gehörten die Schüler der Žižkover Realschule Antonín Hušek, Rudolf Klapka und Jaroslav Mysík. Die Satzung des Clubs wurde im Jahre 1904 verabschiedetet, sodass sich die Gruppe in ein vollberechtigtes Team des Sportclubs Viktoria verwandelte. Im Jahre 1906 verzeichnete der Club seinen ersten, bedeutenden Erfolg, den Sieg über den FC Sparta mit 1:0. Viktoria hatte lange Zeit kein Heimstadion. Erst im Jahre 1909 gelang es dem Club, die Grundstücke der ehemaligen Radrennbahn in Ohrada zu erwerben, sodass hier im September des gleichen Jahres der neue Sportplatz feierlich eröffnet wurde. Im Jahre 1911 wurde zum Mitglied des Komitees der Mannschaft eine ausgeprägte Persönlichkeit gewählt, Rudolf Henčl, der spätere Vorsitzende des Clubs. Darüber hinaus gelang es Viktoria, erstmals den Prager Club Slavia mit 1:0 zu besiegen. Im Jahre 1925 gehörte Viktoria Žižkov zu den Gründern des höchsten, heimischen Profifußball-Wettbewerbs, wobei der Club in der ersten Begegnung gegen den SK Libeň 4:4 unentschieden spielte. Den größten Erfolg feierte die Mannschaft im Jahrgang 1927/28, in welchem sie den ersten und bisher einzigen Meistertitel errang.  Drei Jahre nach diesem Triumph feierte der Schriftsteller Karel Poláček seinen Lieblingsclub im Roman Muži v ofsajdu (Männer im Abseits). Im Jahre 1928 wurde entschieden, den Sportplatz in Ohrada abzureißen und an seiner Stelle neue Wohnungen entstehen zu lassen. Einen Ort für das neue Stadion fand das Team in Staré Strašnice auf der Anhöhe Třebešín.  Den letzten großen Erfolg feierte der Club im Jahre 1929, als er Vizemeister der Liga wurde und im darauffolgenden Jahr den dritten Rang erkämpfte. Dann folgte der allmähliche Einbruch. Der Schlusspunkt hinter der Zeit des FC Viktoria Žižkov in der Liga war der dritte Abstieg vom höchsten Fußballwettbewerb im Jahre 1947. Ab jenem Zeitpunkt spielte der Club bis zum Jahre 1993 in den niedrigeren Fußballwettbewerben. Ab dem Beginn der fünfziger Jahre wechselte Viktoria Žižkov wiederholt die Bezeichnung, Sokol Viktoria Žižkov, Sokol ČSAD Žižkov, Slavoj Praha Údržba, im Jahre 1952 wechselte ein Teil der Spieler zum FC Avie Čakovice, die meisten Spieler engagierten sich jedoch in anderen Mannschaften, sodass der Club nach fünfzig Jahren im Wesentlichen erlosch. Sein Nachfolger wurde der FC Slavoj Žižkov, der im Jahre 1960 von der untersten Fußballklasse in die II. Liga aufstieg. Erst im Jahre 1965 wurde der Club wieder in Viktoria Žižkov umbenannt, indem er zugleich das heutige Stadion in der Seifert-Straße (Seifertova ulice) für 15 000 Zuschauer erwarb. Der neue Rasensportplatz war eine Zusage für den Anbruch neuer Zeiten, jedoch kam die Rückkehr in die höchste Fußballliga erst im Jahre 1993. Viktoria feierte Erfolge in heimischen und europäischen Pokalwettbewerben, im Jahre 2002 war der zweite Meistertitel zum Greifen nahe. Dann folgte erneut eine komplizierte Zeit der Ab- und Aufstiege, wirtschaftlicher Schwierigkeiten und mehrerer Korruptionsskandale. Heute ist der Club mit mehr als hundertjähriger Tradition stabilisiert und darauf eingestellt, um die Rückkehr in die tschechische Fußball-Elite zu kämpfen.

 Am Ort des Stadions des FC Viktoria Žižkov befand sich das erste Gemeindegaswerk von Prag und Umgebung, dass seinen Betrieb im Jahre 1867 aufnahm. Das Gaswerk stellte die öffentliche Beleuchtung Prags sicher. Aufgrund der für die Verbraucher interessanten Preise begann das Gas zunehmend auch in die Haushalte vorzudringen. Zehn Jahre später, als die Stadt das Gaswerk in Prag-Smíchov kaufte, erfolgte der Zusammenschluss des Gasleitungsnetzes über Rohre in der Karlsbrücke. Das Žižkover Gaswerk wurde wiederholt modernisiert und erweitert, im Jahre 1884 wurde hier sogar ein kleines Versuchskraftwerk errichtet, welches mit dem hergestellten Leuchtgas angetrieben wurde. Mit der Entwicklung der Nutzung der Elektrizität und mit der zunehmenden Konkurrenz weiterer Gaswerke sank die Bedeutung des Žižkover Gaswerkes, sodass im Jahre 1926 seine Schließung erfolgte, indem seine Funktion durch das neu errichtete Gaswerk in Michle übernommen wurde. Die vor Ort befindlichen Gebäude wurden schrittweise durch das Gebäude des Allgemeinen Pensionsinstituts (Všeobecný penzijní ústav) mit dem Platz ersetzt, ein Teil der Freifläche blieb über lange Zeit ungenutzt und diente eher als Ort für abenteuerliche Unterfangen und Expeditionen der Žižkover Jugend. Im letzten, unbebauten Teil entstand der Wohn- und Geschäftskomplex Viktoria Center.  Vor dem Stadion erstreckt sich der Park Radost (Freude), der mit seinem südlichen Teil eine der Magistralen Žižkovs, die Seifert-Straße (Seifertova, vormals Karlova/Karlsstraße) berührt, die einst als altehrwürdige Wolschaner Straße zu den Friedhöfen Olšany führte. 

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