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Die Jüdischen Öfen, Ohrada und Pražačka

Das natürliche Felsgebilde mit der seltsamen Bezeichnung im Zusammenhang mit jenen Höh­len, die in der Zeit des Mittelalters Unterschlupf bei antisemit­ischen Pogromen geboten haben könnten, stellte für die Einwohner des „ursprünglichen“ Žižkov eine entfernte, exotische Wildnis dar. Die wachsende Stadt ihm jedoch bald diese Entfernung. Bereits ab dem Jahre 1910 hatte die Straßenbahn unweit der Schiller-Fabrik ihre Endst­ation, wobei hier auch das Žižkover Wagendepot eingerichtet wurde. Im Jahre 1931 erfolgte die Verlängerung der Strecke weiter über die Poděbrad-Straßen bis nach Hrd­lořezy.   Entlang der Poděbrad-Straßen (Poděbradova třída) sowie der Parallelstraßen wuchsen nach dem Jahre 1918 moderne Wohnhäuser empor, an welche eine geringfügige Bebauung im Gebiet von Jarov und Vackov anknüpfte. Die Jüdischen Öfen waren ferner der letzte Ort, wo einst der Žižkover Galgen stand – die Hinrichtungsstätte. Die letzte öffentliche Hinrichtung wurde im Jahre 1866 voll­streckt.

In Žižkov existierten zahlreiche Armenkolonien. Es entstanden die „Wa­ggon- und Barackenkolonien, aus Brettern gezimmerte Häuschen unterhalb des Gipfels der Jüdischen Öfen, wobei sich eine andere Gruppe auf dem Boden einer Grube am Žižkover Ende der Einfriedungsmauer der Kapselfabrik. Dort, unter dem Gipfel in der Jessenius-Straße (Jeseniova ulice) existierte eine Gruppe von Komödiantenwagen und ausgedienten Waggons. Noch im Jahre 1925 machten sie mit ihren kleinen Vorgärtchen einen ziemlich netten Eindruck, später verfielen sie jedoch zum Leidwesen der Kolonie .  Eine weitere Žižkover Kolonie befand sich im Waldgebiet „Na Krejcárku“ an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie Nr. 13. In den Holzbuden mit kleinen Gä­rten wohnten die Armen, die jeden Kreuzer sparten – hiervon ist offensichtlich auch die Bezeichnung der Kolonie ab­geleitet. Die Grundstücke befanden sich im Besitz des Gehöfts Pražačka. Im Jahre 1922 stellte sie Václav Stome für die Errichtung kleiner Häuschen zur Verfügung, um die Not der Besitzlosen zu lindern.

Das Gehöft Pražačka
Das Gehöft Pražačka war Bestandteil der dünnen Besiedlung des heutigen Žižkov bereits in den Zeiten ihrer rein landwirtschaftlichen Gestalt. Aus dem 16. Jahrhundert existieren Aufzeichnungen zu einem Weingarten, die später zu einem Hof erweiterten Wirtschaftsgebäude werden zum Jahre 1785 angeführt.  Von Anbeginn des 19. Jahrhunderts war er im Besitz der Familie Stome, ebenso, wie die ausgedehnten Felder in der Umgebung. In der Mitte der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts begann Marie Stomeová, die Schwiegermutter des Baumeisters Karel Hartig, sie für Bauparzellen zu verkaufen. Südöstlich des Gehöfts Pražačka wurde daher die Bebauung des Gebietes sehr rasch in Angriff genommen. Die fortschreitende Bautätigkeit sowie die Entstehung neuer Straßen hatten schließlich das Verschwinden des Gehöfts zur Folge. Im Jahre 1947 wurde das Gehöft mit der Nummer 10 abgerissen und an seine Existenz erinnert nur noch die Bezeichnung der Straße.

Das Gehöft Ohrada
Auch das Gehöft Ohrada, welches ebenfalls zum ausgedehnten Weingarten gehörte, steht heute nicht mehr. Die wahrscheinlich von der Einfriedung des Weingartens ab­geleitete Bezeichnung (ohrada = Zaun, Umzäunung, Einfriedung) tritt bereits im 15. Jahrhundert auf, die Gebäude sind zum Jahre 1785 belegt. Heute ist die Bezeichnung Ohrada hauptsächlich mit der regen Kreu­zung der Straßen Koněvova, Jana Želivského und Pod Krejcárkem verbunden. In gerader Richtung fahren hier die Straßenbahnen seit dem Jahre 1910, als die neue Strecke in Betrieb genommen wurde, die durch die Straße Poděbradova třída (heutige Koněvova) zum Wagendepot Vápenka führte.   Die lotrechte Strecke in der Straße Mladoňovicova (heute Jana Želivského) besteht seit dem Jahre 1937. Ihr charakteristisches und langjähriges Antlitz hat die Kreuzung seit Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals ließ hier der Baumeister Václav Drnec einander gegenüberliegend zwei abgerundete Eckhäuser errichten.   Von 1951 bis 1966 existierte an der Kreuzung Ohrada auch ein O-Bus-Betrieb. Hier befand sich eine Schleife in beiden Richtungen für das Wenden, wobei man mit dem O-Bus sowohl nach Vysočany, als auch über Žižkov (insbesondere durch die lange Straße Roháčova) nach Vinohrady in die Schlesische Straße (Slezská ulice) fahren konnte. Im Jahre 1977 erfolgte die Einstellung des Straßenbahnbetriebs durch die Straße Koněvova in das Zentrum. An der Kreuzung Ohrada beginnt auch die Straßenbahnlinie nach Libeň, die an der Estakade (Gerüstbrücke) in den Jahren 1988-1990 errichtet wurde.

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