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Der Sokol-Turnverein, Žižkover Sokol-Mitglieder und andere Sportklubs

Die ältesten Turnvereine in Žižkov waren Sokol (Falke), der Arbeiterturnverein (DTJ) und der katholische Orel (Adler). Offiziell fand die Gründung der Turneinheit Sokol Žižkov am 24. März 1872 im Gast­haus U Bílého beránka (Zum Weißen Lamm) in der jetzigen Roháč-Straße (Roháčova ulice) auf der Gründungshauptversammlung statt. Die Sokol-Turnhalle selbst konnte in den Jahren 1897-1898 errichtet werden. Das Gebäude in der damalige Poděbradova třída (heute Konew-Straße/Koněvova) wurde im Jahre 1933 um ein weiteres Gebäude erweitert, womit die Žižkover Sokol-Anhänger neue Turnhallen und einen Theatersaal erhielten. Bestandteil des Neubaus war auch eine Verkaufsfläche mit Auslagen zum Bürgersteig. Hier hatte auch das Kaufhaus ASO (Adler & Sohn Olomouc) seinen Sitz, dessen Werbeslogan „Schone die Kasse, kaufe bei ASO (Šetři kasu, kupuj v ASU“) damals allgemein bekannt war.

Die Kriegszeit 1914-1918 brachte eine starke Einschränkung der Sokol-Aktivitäten mit sich. Die Turn­halle übernahm das Rote Kreuz als Lazarett, wobei zahlreiche Mitglieder zum Kriegsdienst einrückten und viele von ihnen fielen. Im Jahre 1914 wurden 33 Mitglieder eingezogen, wobei 22 von ihnen nicht zurückkehrten. Die Ein­heit unterstützte aus eigenen Mitteln die hinterbliebenen Familien. Im November 1915 wurde die gesamte Tschechische Sokol-Gemeinde aufgelöst, indem die Bewegung als umstürzlerischer Verein gebrandmarkt wurde. Diejenigen, die in der Tätigkeit fortfahren wollten, meldeten sich in den Reihen des Sportklubs Union an, der ihnen die Benutzung seines Fußballplatzes erlaubte. Trotz aller Schwierigkeiten gelang es, im Jahre 1917 im Saal des Gasthauses Bezovka vier Abende der Turnrhythmik zu veranstalten. Im Februar 1918 nahmen die Žižkover an der im Gemeindehaus veranstalteten Turnakademie teil, wobei auch andernorts zahlreiche öffentliche Auftritte stattfanden.

Auch in der sonstigen, sportlichen Betätigung lieben die Žižkover Sportler nicht zurück. Sie ragten durch ihre Athleten, Handball- bzw. Wasserballspieler heraus. Der Bahnbrecher der Körperkulturistik (des heutigen Bodybuildings), des Gewichthebens und des Boxens in den böhmischen Ländern, Fridolín Hoyer (1868-1947), gründete im Jahre 1895 mit Josef Balej den Klub der Athleten Žižkov, die ersten Schwerathletik-Einheit in Böhmen, und im Jahre 1907 eröffne er die Schule für Körperkultur, die erste Einrichtung ihrer Art im damaligen Cisleithanien (Gebiet Österreichs nach dem Zerfall der Doppelmonarchie). Die größte und zugleich europäische Anerkennung und Bekanntheit genoss er in der Zeit der sog. Ersten Republik (1918-1938). Hoyers Name war seinerzeit gleichermaßen berühmt wie der Name Gustav Frištenský.

Am 4. Januar 1931 spielte der FC Viktoria Žižkov seine letzte Begegnung der Weihnachtstournee durch Frankreich. Viktoria spielte insgesamt 5 Fußballspiele und wurde kein einziges Mal besiegt. Der Gesamtspielstand war 27 : 8 Tore für Viktoria. Die besten Schützen waren Bradáč mit neun Toren und Moudrý mit acht. In der Zeit vom 6. Dezember 1931 bis 24. Januar 1932 spielte der FC VIktoria im Rahmen der Tournee durch We­steuropa mit den führenden Teams insgesamt 21 Wettkämpfe, von denen er 19 gewann, und zwar bei einem Spielstand von 107 : 32! Unter anderem erbeutete er auch den Skalp von Ajax Amsterdam mit 4 : 2. Der beste Schütze war Bradáč mit 46 Toren. Nach Prag kehrten die Spieler am frühen Abend des 26. Januar, begrüßt von tausenden ihrer Anhänger. Selbst der Bürgermeister Kostrakiewicz ließ sich dies nicht nehmen. Mit der Besucherzahl der Fuß­ballspiele gehörte der FC Victoria nach Sparta und Slavia zu den meistbesuchten.

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