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Die Wolschaner Friedhöfe (Olšanské hřbitovy)

Für die Prager gewann das Gebiet von Olšan (Wolschan) nach dem Jahre 1679 an Wichtigkeit, als sein damaliger Besitzer Jakub Štika der Prager Gemeinde das Altstädter Grundstück verkaufte, auf welchem sie die an der damals grassierenden Pest Verstorbenen beisetzen konnten. So entstand die Grundlage der ausgedehnten Friedhöfe, zu deren Entwicklung das seitens des Kaisers Josef II. im Jahre 1786 verhängte Verbot der Bestattung innerhalb von Prag beitrug. Der Pestfriedhof verwandelte sich so in einen öffentlichen Friedhof. Der ursprüngliche Eingang zum Friedhof befand sich bei der ellipsenförmigen Kirche St. Rochus aus den Jahren 1680 bis 1682. Auch der Bereich um die Kirche herum ist der älteste Bestandteil der Friedhöfe und bietet zahlreiche wertvolle Beispiele der funeralen Plastik von František Ignác Plat­zer, František Xaver Lederer, Václav Práchner und weiteren Schöpfern. Für den Zugang zum neueren Teil der Friedhöfe wurden im 19. Jahrhundert Eingänge von der Straße Vinohradská aus geschaffen. Unweit der Kreuzung mit der Želivský-Straße (ulice Želivského) befinden sich ein Trauersaal aus dem Jahre 1894 von Karl Ankert und das ehemalige Krematorium, heute der neue Trauersaal, ein im Jahre 1921 erfolgter Umbau eines Bauwerks im Stil der Neurenaissance aus dem Jah­re 1898. Die Friedhöfe erstrecken sich hinter der heutigen  Želivský-Straße (ulice Želiv­ského). Neben den zivilen Friedhöfen befinden sich hier die militärischen Ehrenfriedhöfe der in beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten, die sterblichen Überreste der vom Militärfriedhof in Karlín überführten Soldaten, ferner der russische Friedhof mit der russisch-orthodoxen Kirche aus dem 20. Jahrhundert und die Begräbnisstätte der im westlichen Widerstandskampf des Zweiten Weltkrieges gefallenen, tschechoslowakischen Soldaten.

Das Krematorium
Im Jahre 1909 wurde in Žižkov der Verein Krematorium gegründet. Im Jahre 1920 beschloss die Prager Stadtvertretung, ein Krematorium zu errichten. Wegen des Widerstands der katholischen Kirche musste es jedoch auf den Gemeindegrundstücken stehen. Zu diesem Zwecke wurde der Gemeindesaal in Olšany (heute der alte Trauersaal) nach einem Entwurf des Architekten Nevolý ausgewählt, der für die Bestattungen von Personen anderer, als der römisch-katholischen Konfession bestimmt war. Die erste Einäscherung erfolgte am 23. November 1921 und im Verlaufe von sechs Jahren fanden an die zehntausend statt.  Zugleich wurde ein Urnenhain eingerichtet. Im Jahre 1922 wurde auf den Wolschaner Fried­höfen ein Gemeinde-Kolumbarium (Urnenhalle) geschaffen. Das Wolschaner Krematorium reichte jedoch zum Ende der 20er Jahre von der Kapazität her nicht mehr aus, sodass der Bau eines neuen Krematoriums in Strašnice (1932) beschlossen wurde.

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