Zdá se, že používáte prohlížeč, jenž nepodporuje aktuální technologie pro zobrazování obsahu na webu. Doporučujeme Vám prohlížeč aktualizovat nebo si stáhnout takový, jenž dnešní standardy splňuje.

Aktualizovat

Tento web používá k poskytování služeb a analýze návštěvnosti soubory cookie. Používáním tohoto webu s tím souhlasíte. (Další informace)

Přeskočit na hlavní obsah

Husova třída/Hus-Strasse (Heute Husitská/Hussitenstrasse)

Die Straße trug ihren ursprünglichen Namen Husova seit dem Jahre 1872. Das sie bis dahin nach Kutná Hora (Kuttenberg) wurde sie Bergstraße (Horská silnice) oder Wie­ner Straße genannt. Gerade entlang dieser Straße errichtete Karl Hartig in den Jahren 1866-1869 die ersten Häuser Nr. 126 und 128, die bis heute am Anfang der heutigen Konew-Straße (Koněvova ulice) stehen. Sie befanden sich bereits außerhalb des Prager Festungsbezirks, sodass sich damals auf sie nicht die die Pflicht des Abrisses im Falle einer militärischen Bedrohung be­zog, darüber hinaus auf einem Grundstück, welches Amálie Stomeová, ab dem Jahre 1865 Hartigs Gattin, besaß. Zu den weiteren Bauherrn der ersten Pawlatsch­enhäuser, somit der eingeschossigen Häuser entlang der Wiener Straße gehörten Ferdi­nand Kuhn, Spengler aus Karlín, und Antonín Fanta, Prager Bürger, von Be­ruf Schneider. In der Hus-Straße (Husova ulice) selbst entstanden an ihrer nördlichen Seite zur Wende der 60er und 70er Jahre des 19. Jahrhunderts auf Betreiben von Hartig zahlreiche Häuser. Anhand ihrer Bezeichnungen demonstrierte er seinen Patriotismus und seine Bewunderung des Hussitentums –  U Jana Žižky z Trocnova/Zu Jan Žižka von Trocnov (Konskriptionsnr. 160), U Jana Husi/Zu Jan Hus (Konskriptionsnr. 191), U Jeronýma Pražského/Zu Hieronymus von Prag (Konskriptionsnr. 192), U Božích bojovníků/Zu den Gotteskämpfern (Konskriptionsnr. 404).

Die Hus-Straße (Husova) hatte eine weitere Žižkover Vorrangstellung – ab dem Jahre 1883 fuhr hier entlang die erste Straßenbahn. Es handelte sich mit einen Betrieb mit Pferdegespannen auf der Strecke, die von Prag über die heutige Kreuzung U Bulhara (Beim Bulgaren), die Hussiten- und Prokop-Straße bis zum allseits bekannten, heute nicht mehr existierenden Gasthaus Bezovka unweit der heutigen Olšanská ulice (Wolschaner Straße).

Im Jahre 1903 ließ die Stadt Žižkov auf der heutigen Husitská ulice (Hussitenstraße) Konskriptionsnr. 1050 das größte und modernste Bad in Prag und Umgebung errichten. Im Erdgeschoss befanden sich ein Schwimmbecken für sechzig Personen, ein Dampfbad und Massageräume, im ersten Geschoss waren für die höhere gesellschaftliche Klasse zwei kleinere Becken, ein Salon, ein Dampfbad und ein Inhalationsraum eingerichtet. Das zweite Stockwerk war mit siebzehn Wannen ausgestattet. Alles war elektrisch beleuchten, es lief eine Ventilation und das Wasser wurde gefiltert. Im Jahre 1909 besuchten das Bad an die 120.000 Menschen.

Am 3. September 1910 im Gebäude des Theaters Ponec durch Františ­ek Ponec ein weiteres Žižkover Kino eröffnet – das Royal Bioskop. Ursprünglich hatte es seinen Sitz in Smíchov, nach dem Abriss des Hauses verlegte F. Ponec jedoch das Unternehmen nach Žižkov. Im Jahre 1910 einigte er sich mit der Žižkover Gemeinde über die Vermietung der ehemaligen Maschinenfabrik Stabenow und baute sie gemeinsam mit dem Architekten Karel Mašek zu einem Kino um. Im Jahre 1915 drehte František Ponec einen kurzen Dokumentarfilm über eine Feuerlösch- und Re­ttungsübung der Žižkover Feuerwehr auf dem Prokop-Platz (Prokopovo náměstí).

Login