Zdá se, že používáte prohlížeč, jenž nepodporuje aktuální technologie pro zobrazování obsahu na webu. Doporučujeme Vám prohlížeč aktualizovat nebo si stáhnout takový, jenž dnešní standardy splňuje.

Aktualizovat

Můžeme pracovat s cookies,
ať víme, jak to na našem webu žije?

Přeskočit na hlavní obsah

Die Bořivoj-Strasse (Bořivojova ulice)

Die heutige, verhältnismäßig lange Straße, die mit einem rechtwinkligen Br­uch vom Paradiesgarten (Rajská zahrada) bis zur Luxemburger Straße (Lucemburská ulice) verläuft, umfasst neben der ursprünglichen Bořivojova auch die einstige Rieger-Straße (Riegrova ulice). Ihre Zusammenlegung erfolgte im Jahre 1947. Zu den bedeutenden Bauwerken der ursprünglichen Bořivoj-Straße (Bořivojova ulice) gehörte das Volkshaus in Žižkov (Konskriptionsnr. 1216) aus den Jahren 1910-1911. Es verfügte über ein Restaurant, ein Café, einen Tanzsaal sowie über Hotelzimmer. Nach seiner Eröffnung diente es dem gesell­schaftlichen Leben, den Tanzvergnügen und weiteren gesellschaftlichen Veranstaltungen. In seinen Räumlichkeiten befand sich auch eine Handelsschule. In den Zei­ten des Sozialismus wurde das Volkshaus zu einer reinen Volksgaststät­te, unlängst erfolgte die Erneuerung seiner repräsentativen Funktion als Restaurant und Hotel.

In der einstigen Rieger-Straße (Riegrova ulice) Nr. 816 wurde am 23. September 1901 der Dich­ter Jaroslav Seifert geboren, woran seit dem Jahre 2001 eine am Haus angebrachte Gedenktafel erinnert. Sein grundlegendes Werk, welches von Žiž­kov handelt, sind seine Erinnerungen an die Kindheit und Jugend – Alle Schönheiten der Welt (Všecky krásy světa). „So Manches hatte ich erlebt, bevor mir der Wolschaner Teich zunehmend mehr bedeutete, als das Mittelmeer, bevor der Paradiesgarten über den Bois des Boulogne siegte und die Jüdischen Öfen mich mehr anzogen, als der Mont Blanc; bevor ich erkannte, worin die Schönheit der Landes, in welchem ich lebe, und jener Stadt besteht, die meine Heimat ist und die ich nie gegen alle Schönheiten und Sensationen der Welt tauschen würde“. In seinen Erinnerungen vergl­eicht er die Žižkover Atmosphäre mit Paris, indem er die Žiž­kover Plaudereien in den Straßen beschreibt, als die Menschen kleine Tische und Stühle hinaustrugen, auf denen sie Platz nahmen, um sich untereinander zu unterhalten, vielleicht auch über die Straße – eine einfachere Gestalt der Pariser Boulevards. J. Seifert konzentrierte sich in der Jugend, als Teilnehmer der Arbeiterversammlungen und Protestmär­sche, auf die proletarische Poesie. Seine Sammlungen Hvězdy nad Rajskou zahradou (Sterne über dem Paradiesgarten) oder Město v slzách (Stadt in Tränen) widmete er sich ebenfalls Žižkov.

Login